Unsere Artikel bestehen ausschliesslich aus ausgesuchten und feinsten Materialien:

  • Kaschmir
    (cashmere), (Cashmere) nach dem Textilkennzeichnungsgesetz (Anlage 1) das Haar der Kaschmirziege. Diese Ziegengattung ist in Gebirgsregionen der Mongolei, des Himalaja, Afghanistans und Irans bis in Höhen von 5.000 m heimisch. Das feine Unterhaar der Ziege, das vor extremen Temperaturen schützt, wird zweimal jährlich abgestoßen, gesammelt und gereinigt. Die sehr weiche Kaschmirfaser gilt als edelstes Tierhaar und ist ein entsprechend teurer Faserrohstoff, der in der Maschenindustrie zu hochwertiger Strickoberbekleidung sowie hochwertigen Schals verarbeitet wird.
     
  • Viskose 
    (viscose), nach dem Textilkennzeichnungsgesetz (Anlage 1) Bezeichnung für jene nach dem Viskoseverfahren (Nassspinnverfahren) aus Viskose, einer dickflüssigen, dunkelgelben Lösung, hergestellten regenerierten Zellulosefasern (Endlos- oder Spinnfasern). Viskose ist die bedeutendste zellulosische Chemiefaser. Sie wird aus natürlichen Polymeren ersponnen, daher ist sie die „natürlichste“ aller Chemiefasern.
    Viskosefasern werden zusammen mit Natur- oder synthetischen Fasern zu Maschengarnen versponnen und für die gesamte Breite der Maschenwarenerzeugnisse, auch im technischen Sektor, eingesetzt. Viskose ist saugfähiger als Baumwolle, im nassen Zustand weniger reißfest und strapazierfähig. Sie sollte nur von Hand oder im Schonwaschgang bei bis zu 40 °C mit Feinwaschmittel gewaschen, nicht geschleudert oder gewrungen werden. Bügeln bis 150 °C (Einstellung Seide), am besten mit Dampf oder feuchtem Tuch, Chemischreinigung möglich.
     
  • Seide
    (silk), Proteinfaden des Maulbeerspinners (Bombyx Mori), dessen Weibchen unmittelbar nach der Befruchtung ca. 500 Eier in Form ovaler Körnchen von je etwa 1 mm Größe legt. Die daraus schlüpfenden winzigen Raupen wachsen durch Fressen großer Mengen Maulbeerblätter innerhalb von 24 bis 30 Tagen auf eine Länge von 8 bis 10 cm. Ihr Gewicht erhöht sich in dieser kurzen Zeit auf das 5.000-Fache. Am Ende dieser Wachstumsperiode beginnt die Raupe, sich mit einem Kokon zu umspinnen, indem sie aus zwei Drüsen feine, miteinander verklebte Fäden herauspresst und diese schleifenartig in Form einer Acht ca. 100.000-mal um sich legt. Fibroin bildet dabei den eigentlichen Spinnstoff, das Serecin den Bast, der den Seidenfaden ummantelt. Der Prozess des Einspinnens dauert drei Tage. Nach der letzten Häutung findet im Schutz des Kokons innerhalb von 15 Tagen die Metamorphose der Raupe zum Falter statt.  Nach Befruchtung der Weibchen beginnt der Entwicklungsprozess der nächsten Generation von Neuem.
    Bereits vor 5000 Jahren züchtete man in China Seidenraupen, ab 900 n. Chr. auch in Italien, nachdem es zwei Mönchen gelungen war, den Samen des Maulbeerbaumes in Bambusstöcken aus Asien herauszuschmuggeln. Da der Maulbeerbaum unter norditalienischen Klimabedingungen gedieh, entwickelte sich zwischen Mailand und Como das Zentrum der europäischen Seidenindustrie. Von den großen Maulbeerbaum-Wäldern sind allerdings nur noch Versuchshaine übrig geblieben, weil auch Italien die benötigte Seide aus China bezieht.
    Im antiken Rom sollen Seidenstoffe mit Gold aufgewogen worden sein. Der Seidenfaden gilt auch noch heute als edelstes, natürlich vorkommendes Fasermaterial. Daher wird die überwiegende Zahl der Kokons zur Seidenerzeugung verwendet. In heißem Wasserbad werden die Kokons eingeweicht, der Seidenfaden anschließend abgewickelt und aufgehaspelt. Ein Drittel des bis zu 3.000 m langen Fadens lässt sich zur Gewinnung von Rohseide verwenden.
    Nach dem Textilkennzeichnungsgesetz (Anlage 1) ist nur die Textilfaser als Seide zu bezeichnen, die ausschließlich aus Kokons seidenspinnender Insekten gewonnen wird.
    Besondere Eigenschaften der Seide sind: glänzend, geschmeidig, hautsympathisch, temperaturausgleichend (wärmt bei Kälte, kühlt bei Hitze), Feuchtigkeit absorbierend (kann bis zu 10 % ihres Eigengewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich feucht anzufühlen), oberflächenempfindlich.

     

aus: Holthaus, Walter: Maschenlexikon, 11. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage, Frankfurt am Main.